Liebe Leserinnen und Leser,

Am Ort der 1831 abgerissenen romanischen Klosterkirche Petershausen soll ein neues Portal an die vergessene Urzelle des rechtsrheinischen Stadtteils erinnern.
Dort soll eine Stätte der Erinnerung und des Verweilens an historisch bedeutender Stelle geschaffen werden.
Nach zweijähriger Vorplanung, Entwicklungsarbeit der Fakultäten Architektur und Mediendesign an der HTWG, nach Arbeitsgesprächen mit den Archäologen, Historikern und Denkmalschützern ist das Projekt jetzt in realisierbare Nähe gerückt.
Die Finanzierung soll weitgehend durch Spenden und Patenschaften (ab 100 Euro) gestemmt werden. Dabei überreichen wir jedem Paten ein repräsentatives Geschenk: nämlich beide Portalfiguren, den Hl. Gebhard II. und den Hl. Gregor I., in einem Geschenkkarton. Außerdem stellen wir für jede Spende und für jede Patenschaft Spendenquittungen aus.
Zusammen mit unseren beiden Schirmherren, Erzabt Tutilo aus Beuron und Wilderich Graf von und zu Bodman, bitten wir Sie, dieses einmalige Vorhaben „Neues Petershauser Portal“ zu fördern.

Herzlichen Dank!

Wolfgang Müller-Fehrenbach
VORSITZENDER
Rita Rotzinger-Magin
PGR-VORSITZENDE
Pfarrer Dr. Andreas Rudiger
LEITER DER PFARREI KN-PETERSHAUSEN

 

Modell des Neuen Petershauser Portals
Modell des Neuen Petershauser Portals

Petershausen öffnet Tore

Tore eröffnen Zugänge – zu bestimmten Orten oder auch in andere Zeiten. Immer aber zu Menschen, die die Tore erbauten und durchschritten. Die Mönche des ehemaligen Klosters und die Bürger des modernen Konstanz gehen aufeinander zu – zeitübergreifend  und doch an einem Ort.


SCHIRMHERR ERZABT TUTILO BURGER, OSB

Mit dem Portal der Klosterkirche wird die Bedeutung Petershausens für die Konstanzer Kirchen wieder bewusst, die den Hauptkirchen in Rom nachempfunden waren.


SCHIRMHERR WILDERICH GRAF VON UND ZU BODMAN

Die Entwürfe der HTWG-Studierenden für das Petershauser Portal sind vielversprechend. Ich wünsche dem Projekt zahlreiche Paten und viel Erfolg.


OBERBÜRGERMEISTER ULI BURCHARDT

Geschichte braucht Orte, an denen sie erinnert und erzählt wird. Das von Studierenden der HTWG Konstanz gestaltete Neue Petershauser Portal lädt ein, sich im ehemaligen Klosterareal mit der Stadtgeschichte jenseits der Altstadt auseinanderzusetzen.


RUTH BADER, GESCHÄFTSFÜHRERIN KONZILSTADT KONSTANZ

Petershausen öffnet seine älteste Pforte

Petershausen ist heute der größte und vielfältigste Stadtteil von Konstanz. Offen und einladend präsentieren sich seine Plätze, Bäder und Uferpromenaden. Doch direkt gegenüber der Konstanzer Altstadt muten die steinernen Zeugen seiner großen Klostervergangenheit mehr wie ein Bollwerk als eine freundliche Einladung an. Hier will der Verein „Petershauser Orgelkultur“ eine alte Pforte wieder aufstoßen, welche Petershausen mit der Altstadt neu verbindet und einen historischen Zugang zu diesem traditionsreichen Stadtteil öffnet.
An der Südseite des Archäologischen Landesmuseums, wo einst das Portal der Klosterkirche St. Gregor stand, soll schon bald ein fünf Meter hohes Kunstwerk an die einstige Kirchenpforte erinnern und ein markantes Zeichen setzen für die baldige Umgestaltung dieses Areals.
Entworfen von Hanna Baumann, Eva Hillemeyr und Anja Riedesser, Studierende der HTWG Konstanz unter Betreuung von Prof. Eberhard Schlag und Prof. Brian Switzer, und gestaltet in Cor-Ten-Stahl durch die Kunst- und Bauschlosserei Böhler, nimmt das neue Portal die Formensprache seines historischen Vorbilds auf und wandelt diese in ein modernes Symbol für Offenheit und Transparenz um. Ergänzt um historische Informationen und gestalterisch aufgewertet soll der Ort am Sternenplatz als Eingang von Petershausen für Besucher und Einheimische neu erlebbar werden.

Vom Petersdom nach Petershausen

Es war die Urzelle von Petershausen: Das Benediktinerkloster mit seiner einstigen Kirche St. Gregor wurde im späten 10. Jahrhundert von Bischof Gebhard (949-995) gegründet. 983 entstanden die ersten Bauten. Die Gründung folgte einer Idee, die schon Gebhards Vorgänger und Onkel, Bischof Konrad, eingeleitet hatte: Konstanz sollte topographisch an Rom erinnern. Die Kirchengründungen und Patrozinien jener Zeit nahmen sich deshalb Namen und Lage der Patriarchalkirchen in Rom zum Vorbild. Lag dort der Petersdom jenseits des Tibers, so sollte in Konstanz ein ebenbürtiges Gotteshaus jenseits des Rheins entstehen – zumindest dem Namen nach. Ein Haus des Petrus, lateinisch „Domus Petri“ sollte es werden, allerdings mangelte es noch an bedeutsamen Reliquien. Auf einer Reise nach Rom erhielt Gebhard zwar keine Petrusreliquie, er durfte sich aber am Grab des heiligen Gregor bedienen. Von dort nahm er dessen Haupt nach Konstanz mit – eine besonders kostbare Reliquie. An der ursprünglichen Idee hielt man weiter fest, und so wurde das Kloster „St. Gregor“ genannt, spätestens ab dem 12. Jahrhundert auch „Domus Petri“, woraus der heutige Stadtteil seinen Namen ableitet.

Ein Portal auf Wanderschaft

Nachdem ein Brand die früheste Petershauser Kirche zerstört hatte, wurde Ende des 12. Jahrhunderts ein neues Gotteshaus errichtet, dessen eindrucksvolles Portal im romanischen Stil reich mit Figuren geschmückt war. 1802 wurde das Kloster säkularisiert und gelangte in den Besitz der Markgrafschaft Baden. Die Kirche wurde 1819 aufgegeben. Bis 1831 war sie so baufällig, dass sie abgerissen wurde.
Das Portal nahm der badische Großherzog Leopold an sich und ließ es 1843 auf seinem privaten Wohnsitz Schloss Eberstein wieder errichten. Bis auf die Sandsteinfiguren war zu diesem Zeitpunkt vom Original schon nichts mehr erhalten. Knapp drei Jahrzehnte später wurde der historische Figurenschmuck erneut abgebaut und in die Sammlung des späteren Badischen Landesmuseums im Karlsruher Schloss überführt. Dort wurden die Figuren erst 2007 wieder als Teil der Dauerausstellung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Von diesen Originalen wurden 3D-Scans abgenommen, die den gestalterischen Entwürfen für das neue Portal als Vorlage dienen.

Werden auch Sie ein aktiver Teil der Petershauser Geschichte

Vom historischen Figurenschmuck des Petershauser Portals blieben das Tympanon mit einer Himmelfahrtsdarstellung, der steinerne Türsturz mit den zwölf Aposteln und Maria sowie die zwei imposanten Steinfiguren beiderseits des Portals erhalten. Letztere stellen den Patron der Klosterkirche, den heiligen Gregor, sowie den Gründer des Klosters, den heiligen Gebhard, dar. Beide Figuren wurden von Prof. Dr. Georg Umlauf und seinem Team vom Institut für optische Systeme der HTWG in einem 3D-Scanverfahren aufgenommen und vermessen. Die Daten wurden unter anderem dazu verwendet, zwei Miniaturabgüsse anzufertigen, die nun als Ehrengabe für die Paten des neuen Portals dienen. So können auch Sie ein aktiver Teil der Petershauser Geschichte werden: Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Errichtung des Kunstwerks an der Südseite des Archäologischen Landesmuseums. Ab einer Spende von 100 Euro werden Sie Pate des Portals und erhalten neben der Spendenurkunde exklusiv als Dank beide Figuren in einem repräsentativen Geschenkkarton.
So tragen Gregor und Gebhard knapp 180 Jahre nach dem Abriss der historischen Kirche dazu bei, die Erinnerung an ein historisches Stück Petershausen und damit an einen wichtigen Teil der Konstanzer Geschichte wieder aufzubauen.

Hl. Gregor I. Papst (590 – 604)
Kirchenlehrer und Kirchenvater
Die Klosterkirche Petershausen
wurde 992 zu seinen Ehren geweiht.

Hl. Gebhard II.
Bischof von Konstanz (979 – 995)
Er gründete 983
das Petershauser Kloster.

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